Mi. 26. Jun. 2019

Jahreshauptversammlung: Steffen Rehde neuer stellvertretender Wehrführer – erstmalig Weinfest angeboten

Die Freiwillige Feuerwehr Ockstadt ist gut aufgestellt - das war das Fazit von Wehr­führer Marcus Kipp in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins und der Ein­satzabteilung am Freitagabend im vollbesetzten kleinen Bürgerhaussaal in Ockstadt. Erster Vorsitzender Markus Gröninger konnte neben vielen Mitgliedern der Einsatz- sowie Ehren- und Altersabteilung und des Vereins auch Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtbrandinspektor Michael Stotz sowie Ortsvorsteher Günther Weil begrüßen.Jahreshauptversammlung 2019

Das Vereinsjahr

Nach der Totenehrung blickte Gröninger auf das letzte Vereinsjahr zurück, das mit dem Ü-30 Maskenball im Bürgerhaus begann. Im Frühjahr stand das traditionelle Schlachtessen bei der Familie Schaupp, das Spanferkelessen im Gerätehaus und die Jahreshauptversammlung auf dem Programm. „Der Höhepunkt 2018 war die Taufe des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF10, die an unserem Pfingstfest von vielen Be­suchern begleitet wurde. Im Juni unterstützten wir das Festwochenende des Gesang­vereins Eintracht mit einem Küchenteam. Da die Zahlen der Besucher des Masken­balls weiterhin rückläufig sind, wollen wir künftig im Herbst eine neue, gesellige Veran­staltung anbieten: Ein Weinfest. Die erste Ausgabe im September im Feuerwehrge­rätehaus wurde sehr gut angenommen“, freute sich der Erste Vorsitzende. Danach berichtete Gröninger von Anschaffungen des Vereins, wie einem Brandhaus für die Brandschutzerziehung, Helmhaltern oder Ausstattungsmaterial für das neue Fahrzeug und informierte über die erfreuliche Zahl von mehr als 400 Mitgliedern am Jahresende. Er dankte allen Mitgliedern, Helfern und Gönnern des Vereins für die großartige Unterstützung sowie den Vertretern der Stadt für die konstruktive Zusammenarbeit.

35-Mal ausgerückt

Wehrführer Marcus Kipp berichtete von insgesamt 35 Alarmierungen im letzten Jahr, eine weniger als im Vorjahr. 16 Einsätze wurden in Ockstadt geleistet, 19 im restlichen Friedberger Stadtgebiet. Darunter waren 16 Brandeinsätze, 6 Hilfeleistungen und 13 Fehlalarme.

 „Die Mitgliederzahlen sprechen eine positive Sprache, sie sind auf einem stabilen hohen Niveau. Ende des Jahres zählte die Einsatzabteilung 51 Mitglieder. Besonders stolz sind wir auf die Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr: sechs junge Menschen konnten gewonnen werden. Neben dem regelmäßigen Unterricht und Übungen absol­vierten vier Kameraden die Grundausbildung. Außerdem wurden Lehrgänge zum Atemschutzgeräteträger, zum Sprechfunker und zum Maschinisten besucht sowie die Mitglieder zum Umgang mit dem neuen Fahrzeug geschult. Ihr macht einen guten Job! Weiter so!“, bekräftigte Kipp.

Jugendfeuerwehr gut aufgestellt

Für weiteren Nachwuchs ist ebenfalls gesorgt. Jugendfeuerwehrwartin Daniela Schaupp informierte über 13 Neuzugänge in der Jugendfeuerwehr, mit nun insgesamt 34 Mitgliedern. Darunter sind 6 Mädchen. Schaupp berichtete auch von den Aktivitä­ten, neben 77 Stunden feuerwehrtechnischer Ausbildung viele Aktionen und Ausflüge wie das Sommerzeltlager, der Berufsfeuerwehrtag, eine Filmnacht, das Seifenkisten­rennen oder die Organisation der Kinderbelustigung an Pfingsten. Herauszuheben ist auch die Teilnahme am Friedberger Gaudiwettkampf und der Erwerb der Jugendflam­me durch einige Jugendliche. Die Kindergruppe „Feuerwichtel“ für Kinder ab 6 Jahren zählte Ende 2018 23 Mitglieder.

Stellvertretender Wehrführer Mathias Henritzi überbrachte Grüße vom Vorsitzenden der Ehren- und Altersabteilung Karlheinz Mörler, der an diesem Abend verhindert war, und verlas seinen Jahresbericht. Die Abteilung besteht derzeit aus 22 Mitgliedern. Henritzi bedankte sich anschließend auch für das ihm entgegengebrachte Vertrauen in den letzten fünf Jahren. Er scheidet als stellvertretender Wehrführer aus.

Grußworte

Nach dem Bericht des Kassenprüfers Michael Dönges und der einstimmigen Ent­lastung des Vorstands folgten Grußworte von Vertretern der Stadt Friedberg. Bürger­meister Dirk Antkowiak dankte allen Feuerwehrakteuren für das großartige Engage­ment, die Geselligkeit und erinnerte sich gerne an die symbolische Schlüsselübergabe für das neue Einsatzfahrzeug. Stadtbrandinspektor Michael Stotz hob hervor, dass die gemeinsame Planung und Beschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeugs reibungs­los und sehr konstruktiv abgelaufen sei. Er hoffe auf ein einsatzarmes Jahr. Stadt­verordnetenvorsteher Hendrik Hollender lobte die gute Jugendarbeit. Er hatte einen Zuschuss für die „Feuerwichtel“ im Gepäck und betonte, dass Feuerwehr nur funktio­nieren könne, wenn man schon bei den Jüngsten für Begeisterung sorge. Auch Ortsvorsteher Günther Weil sprach seine Anerkennung für die Jugendfeuerwehr aus, die sich an der Aktion „Sauberhaftes Friedberg“ beteiligt und mit den „Feuerwichteln“ den großen Tannenbaum für den Weihnachtsmarkt geschmückt hatte.

Wahlen, Änderungen im Vorstand und Ehrungen

Nachdem Christian Dienst zum nächsten Kassenprüfer gewählt wurde, hatten die Mit­glieder der Einsatzabteilung über die Nachfolge von Mathias Henritzi als stellver­tretenden Wehrführer abzustimmen. Kamerad Steffen Rehde wurde einstimmig ge­wählt. Auch im Vereinsvorstand gibt es Änderungen. Da Rechnungsführer Frank Dönges nach über zehn Jahren aus privaten Gründen ausscheidet, übernimmt bisher­iger Schriftführer Sven Ewald dieses Amt. Linda Dönges folgt Sven Ewald als Schrift­führerin.

Das Ehrenzeichen in Bronze des Bezirksfeuerwehrverbandes für 25 Jahre Mitglied­schaft bekamen von Michael Stotz, in Vertretung des Kreisbrandinspektors, Steffen Rehde, Frank Dönges, Mirko Ewald und Hans-Günther Kraus verliehen. Erster Vor­sitzender Markus Gröninger schloss sich an mit seiner Ehrung für 25 Jahre Vereins­mitgliedschaft. Für 40 Jahre wurden Michael Müller, Marius Frodl, Erhard Dönges und Jürgen Dönges mit dem Ehrenzeichen in Silber und Urkunden geehrt. Und für das seltene Jubiläum von 60 Jahren Mitgliedschaft wurden Karl-Günter König, Werner Kipp und Helmut Kipp mit dem goldenen Ehrenzeichen am Bande und Urkunden ausge­zeichnet. Gröninger ehrte zudem Karl-Günter König für 50 Jahre treue Vorstandsarbeit und dankte ihm dafür herzlich. Zum Abschluss wurden die nichts ahnenden Kame­raden Oswald Jung, Lothar Dönges, Walter Jung und Heinz Josef Ewald aufgrund ihrer herausragenden Verdienste um den Förderverein zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

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